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200 years s

Eine Zeitreise

durch 200 Jahre

Zum Jubiläum werfen wir einen Blick zurück und auf unseren Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Dabei wird eines klar: Bei Semperit gibt es immer eine Lösung.

1824–1872

Gründung und Anfangsjahre

Der Schneider Johann Nepomuk Reithoffer legt 1824 mit seinem Patent auf wasserdichte Stoffe den Grundstein für das heutige Unternehmen. Die erste europäische Fabrik für Kautschukprodukte entsteht in Wimpassing, Niederösterreich.

A black and white photo of the tailor Johann Nepomuk Reithoffer
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
Johann Nepomuk Reithoffer's factory in Wimpassing in 1852
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852

1872 sind in der Fabrik in Wimpassing bereits 800 Arbeiter beschäftigt. Sie produzieren monatlich 15.000 Paar Schuhe, 10.000 Dutzend Kämme, 2.500 Ballen, 3.000 Pfund Gummifabrikate für technische Zwecke, 500 Mäntel und Röcke sowie 1.500 Gummifäden. Ein Gutteil der Produkte wird bereits weltweit exportiert.

Solution Maker

Der Gurt, der das Erz bewegt

1872–1918

Ein europäischer Multi entsteht

Durch den Zusammenschluss mehrerer Kautschukunternehmen wird Semperit zum größten Gummiwarenerzeuger der Monarchie. 1890 geht Semperit an die Wiener Börse.

Black and white picture of a hot air balloon
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
Black and white picture of the german rubber factory in Harburg
1872 fusionieren die Söhne Reithoffers mit der deutschen Harburger Gummifabrik.

Zu den wichtigsten Produkten zählt der Gummireifen „Harburg-Wien“, international als Qualitätsprodukt anerkannt. Um 1900 wird eine große Vielfalt an Produkten hergestellt, unter anderem auch Ballonhüllen.

Customer Player

Die Extrameile

1918–1938

Der zweitgrößte Industrie­konzern Österreichs

Semperit kann nach dem Zerfall der Monarchie durch Expansion und die Gründung von Standorten erneut Fuß fassen. 1926 ist Semperit mit 9.000 Mitarbeitern und neun Fabriken der zweitgrößte Industriekonzern Österreichs. Die Zeit des Reifens bricht an.

Black and white photo of the Semperit tire manufacture
1929 ist die Reifenherstellung bereits der größte Produktionszweig der Semperit.
An old car in front of the rubber goods factory
Die zunehmende Motorisierung in der Zwischenkriegszeit bringt einen Wachstumsschub für Semperit-Reifen.

Die Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre führt zu einem dramatischen Umsatzeinbruch. Die große Vielfalt des Produktionsprogramms erweist sich als unwirtschaftlich. In Wimpassing werden 40.000 Artikel erzeugt, das umfangreichste Sortiment des gesamten Kontinents. Nach einer Reorganisation des Unternehmens erholt sich das Geschäft ab 1936 wieder.

Solution Maker

Der Gurt, der das Erz bewegt

1938–1945

Semperit im National­sozialismus

Semperit ist eingebunden in das Kriegswirtschaftssystem der NS-Zeit. Zwangsarbeiter werden beschäftigt. Generaldirektor Franz Josef Messner setzt sich trotz der widrigen Umstände für überdurchschnittliche Sozialleistungen bei Semperit ein. Er ist auch als Widerstandskämpfer aktiv und wird in den letzten Kriegstagen 1945 hingerichtet.

A woman working on a machine during the war
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
A woman working on a machine during the war
Frauen prägen den Arbeitsalltag in Wimpassing während des Krieges.

Customer Player

Die Extrameile

1945–1973

Wiederaufbau ­im Nachkriegs­europa

Nach der Demontage der Anlagen als Reparationsleistung an die Siegermächte und dank kräftiger Investitionen, teils aus dem Marshallplan, startet Semperit mit modernen Produktionsstätten durch. Beteiligungen in Europa sorgen für einen Internationalisierungsschub. 1965 exportiert der Semperit-Konzern Waren in 100 Länder der Welt. 15.000 Beschäftigte in 24 Produktions- und Vertriebsgesellschaften sowie eine Jahresproduktion von 158.000 Tonnen untermauern 1973 die Position der Semperit-Gruppe als internationales Aushängeschild.

Black and white picture of the production process of a v-belt
Der Bedarf nach dem Krieg ist riesengroß. Semperit produziert im Dreischichtbetrieb und kann dennoch die Nachfrage nicht komplett befriedigen.
Black and white picture of Semperit's factory buildings in 1952
Der Bedarf nach dem Krieg ist riesengroß. Semperit produziert im Dreischichtbetrieb.

Sustainable Partner

Zum Zug gekommen

1973–1989

Ölpreisschock und Sanierungs­jahre

Die Ölkrise der 1970er-Jahre lässt das Reifengeschäft bei Semperit einbrechen. 1985 wird die Reifensparte an Continental verkauft. Nach einem schwierigen Neustart führt die Produktbereinigung zu ersten Sanierungserfolgen, und die Entwicklungspotenziale der technischen Produkte werden forciert. Die Übernahme eines Fördergurtwerks nahe Paris im Jahr 1988 macht Semperit zum größten Textilfördergurt-Anbieter Europas.

Das Produktprogramm wird auf Handschuhe, Schläuche, Formartikel und Fördergurte konzentriert, und hier wird auch investiert.

the four segments of Semperit
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
A male employee and several tractor tires on a belt at the factory
Das bislang hochprofitable Reifengeschäft bricht mit dem Automobilmarkt ein.

Innovation Engine

Von der Neugier zum Durchbruch

Innovation Engine

Immer einen Schritt voraus

Innovation Engine

Glatter Transport unter rauen Bedingungen

1989-1998

Asien­-Pionier Semperit

Ab 1989 bestimmt Generaldirektor Rainer Zellner beinahe drei Jahrzehnte lang die Geschicke von Semperit. Unter seiner Führung wird der Konzern zum Kostenführer in vielen Bereichen und verfolgt einen internationalen Wachstumskurs. Als eines der ersten österreichischen Unternehmen verfügt Semperit über Produktionsstätten in Asien.

Unter Sanierungsmanager Rainer Zellner erreichen alle Geschäftsfelder nachhaltig die Gewinnzone.

Female employees working on air filled gloves
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
In 1989, the first glove factory in Thailand goes into operation together with the joint venture partner Sri Trang
1989 nimmt die erste Handschuhfabrik in Thailand gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Sri Trang den Betrieb auf.
Black and white photo of an employee making a handrail at a machine
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
A male employee working in hose production
Parallel zur Expansion nach Asien wird in Wimpassing modernisiert.

Global Pioneer

Unter Druck und unter Tag

1998–2011

Aufstieg in die Top-Liga der Industrie

Internationalisierung, Innovation und Kostenführerschaft sind die Devise. Die größte Schlauchfabrik Europas in Odry, Tschechien wird 1998 Teil des Semperit-Konzerns. Das Fördergurt-Segment Sempertrans expandiert nach Polen und übernimmt in mehreren Schritten das Fördergurtwerk Bełchatów. Zur Jahrtausendwende ist Semperit auf drei Kontinenten mit 20 Produktionen und 6.000 Mitarbeitern präsent.

Industrial site with red buildings and metal pipes
Mit den Akquisitionen in Tschechien und Polen rückt Semperit zu den Big Playern im globalen Schlauch- und Fördergurtgeschäft auf.
A factory building from the outside at night with a field in the foreground
Mit den Akquisitionen in Tschechien und Polen rückt Semperit zu den Big Playern im globalen Schlauch- und Fördergurtgeschäft auf.
A male employee with a pipette working at the laboratory
Die Innovationskraft wird mit dem neuen F&E-Zentrum in Wimpassing weiter gestärkt.
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852
The Semperit factory at Wimpassing in a rural environment
Die Fabrik von Johann Nepomuk Reithoffer in Wimpassing im Jahr 1852

Customer Player

Im Zeichen des „S“ im Kreis

2011–2023

Global Player Semperit

Semperit setzt das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte um und baut aufgrund der guten Nachfrage weltweit die Produktionskapazitäten aus. Nach einer Phase des globalen Wachstums fällt die strategische Entscheidung zur Fokussierung auf den Industriesektor. Semperit trennt sich von seinem Handschuh-Segment Sempermed. 2023 übernimmt Semperit die RICO Group, einen weltweiten Technologieführer bei Flüssigsilikon und im Werkzeugbau, und stärkt damit sein industrielles Kerngeschäft.